Fat e Bike

Fat e Bikes

erfreuen sich ebenso wie nicht unterstützte Fatbikes einer wachsenden Beliebtheit. Wer einmal ihre Vorzüge erkannt hat will sie nicht mehr missen. Auch wenn die Meinungen auseinander gehen und so mancher eine 27,5″ Plus Version als „bessere“ Alternative in Erwägung zieht gehe ich dem Thema Fat eBike 2017 in einem Langzeittest nach. Hierfür habe ich das Bulls Monster ES mit Bosch Performance CX Antrieb ausgewählt. Als Alternative stand das HAIBIKE FatSix XDURO zur Wahl, welches sich auch in den Geometriedaten vom Bulls Monster ES Fat eBike unterscheidet.

Ein Blick zurück.

Erstmals sind mir die dicken „Dinger“ auf den Webseiten von Surly und Salsa aufgefallen. Sie damals als „Neu“ zu Bezeichnung wäre falsch. Bereits 2008 gab es sie. Zwei Felgen, zu einer zusammengeschweißt, bereiteten die Grundlage breite Reifen montieren zu können. 2013 durfte ich sie dann das erste Mal leibhaftig auf der Eurobike sehen und auch fahren. Damals sogar mit elektrisches Unterstützung und 4,8″ Bereifung. Wer braucht so etwas dachte ich noch, während mich zugleich der Virus „Fat e Bike“ bereits infiziert hatte ohne das ich es richtig wahr genommen hatte. Die mangelnde Lieferfähigkeit stand diesem Test erst einmal entgegen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und 2017 ist es so weit. Ich bin in der glücklichen Lage ein  eFatBike ausgiebig fahren zu dürfen, mich mit deren Besonderheiten, insofern es sie gibt,  vertraut zu machen und tiefer in das Thema einzusteigen. Eine gute Ausgangsbasis für interessante Beiträge.

Fat Bikes sind mit ihren „dicken“, bis zu 4,8 Zoll (12cm) breiten Reifen, auf 26″ Felgen, für losen Untergrund, also Schnee, Matsch, Wald und Strand bestens geeignet. Ihre Heimat liegt in Alaska, wo sie genau für diesen Einsatzbereich erdacht wurden. Sie werden mit einem Luftdruck ab 0,5 Bar gefahren. Ihr Rollwiderstand ist im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung „Breit rollt schlecht“ erfreulich gering. Besonders auf weichem Untergrund. Für die Strasse kann der Luftdruck entsprechend erhöht werden um auch in diesem Terrain gute Laufeigenschaften zu erzielen, wobei die Reifenspezifischen Maximalwerte zu beachten sind. Dies gilt bekanntlich für jeden Reifen. Die entsprechenden Werte findet man auf den Seitenflanken seines Reifens. Ein FatBike Reifen nimmt gewaltige Dimensionen ein. Hat ein normaler 26 Zoll Reifen einen Umfang von 2,06m schafft der FatBike Reifen glatte 2,32m. Damit liegt er im Abrollvergleich knapp über den 29 Zoll Reifen mit 2,3m.

Für „Rauhe“ Begebenheiten sind FatBikes einst erschaffen worden. Sie „tragen“ Dich genau dort hin, wo Du auch immer hin willst. Zumindest fast und in jedem Fall in Regionen welche Du mit einem normalen Rad nicht, oder nur durch Tragen, erreichen würdest. FatBikes eröffnen Dir neue Möglichkeiten und garantierten Fahrspaß durch das ganze Jahr. Wie wäre es mit einer Wintertour durch eine herrlich verschneite Landschaft?

Die Bikes können für die Reise ebenso mit einem herkömmlichen Taschen Setup gefahren werden wie mit einem „Bikepacking“ Setup, welches das Bike im Vergleich zum „5 Taschen“ Setup enorm schmal werden lässt und somit auch für „enge“ Trails tauglich macht, wobei der Schwerpunkt dank Rahmentasche erfreulich tief bleibt.

Fatbiken für die Seele.

Mit einem FatBike erhälst Du eine mächtige „Waffe“ an die Hand, die dem alltäglichen Wahnsinn zu trotzen versteht. Rigeros holt sie Dich ab, lädt geradezu ein auf Abwegen unterwegs zu sein, währen Du gleichzeitig in andere Welten abtauchst. Der breite Lenker scheint Dich förmlich von der Strasse zu ziehen, fordert den Weg abseits asphaltierter Flächen ein. Holprige Wege werden mühelos überfahren, eine Sattelfederung wird überflüssig. FatBiken entschleunigt im Schutzmantel der Natur. Du atmest durch, geniesst das Unterwegs sein, lässt den Alltag mit all seinen Herausforderungen für einen gewissen Zeitraum hinter Dir. Wie lang dieser Zeitraum auch immer sein mag liegt einzig in Deiner Hand. Hat Dich dieses bestimmte Gefühl erst einmal erwischt lässt es Dich kaum mehr los. Der Antrieb eines Fat e Bike wird Dich bei all Deinen Aktivitäten unterstützen. Was zunächst entspannt klingt soll auch seine Grenzen haben. Zumindest dann, wenn das Bike ungefedert daherkommt und tiefere Querrillen im Wegverlauf kreuzen. Diese groben „Unebenheiten“ schluckt der dicke Reifen dann nicht mehr und überträgt die entsprechenden Schläge auf die Handgelenke. Eine gefederte Gabel erhöht den Fahrspaß enorm. Doch es geht noch mehr, denn FatBikes sind auch in vollgefederter Version, als Fully zu haben. Beschreiben kann ich das Fahrgefühl noch nicht wirklich, was sich im Januar ändern wird, nämlich genau dann, wenn ich mein Bike vor Ort habe und damit unterwegs sein werde. Dann stehen erste Ausfahrten an und auch eine längere Tour, über mehrere Tage, ist bereits geplant um die Reisefähigkeit kennen zu lernen.

Ich bin jedenfalls gespannt ob sich meine Erwartungen erfüllen werden!!!

2017-01-22T16:52:58+00:00 Januar 22nd, 2017|E-BIKE, FAT-BIKE|