Welche Isomatte für die Reise mit Rad, Motorrad oder zu Fuß?

Wie man sich bettet so liegt man. Gerade eine Isomattefür die Reise hat einen wesentlichen Einfluss auf das nächtliche Wohlbefinden. Bildet sie doch das Bindeglied, oder besser die isolierende Schicht zwischen dem Nutzer und dem Boden. Gerade letzterer kann schon mal richtig kalt werden. Die einzelnen Bedürfnisse an eine gute Unterlage sind wahrscheinlich ebenso verschieden wie bei der Matratzenwahl für das heimische Bett. Breite und Länge des Schläfers spielen eine ebenso wichtige Rolle wie Isolierwerte, Weichheit oder Härte, die Innenmasse des eigenen Zeltes und schlussendlich Packmass und Gewicht. Bei allen namhaften Herstellern dürfte das Material (meist EVA, oder Pe / XPE) eine weniger wichtige Rolle spielen, während ich bei Importen vorsichtig sein würde.

Einerseits gibt es Isomatten welche mit Luft gefüllt werden (zum Teil selbstfüllend) während auf der anderen Seite Matten aus festem Material das Angebot bereichern. Welche soll es sein? Ich persönlich bevorzuge eine Kombination aus beiden. Im Sommer reicht meist eine dünne selbstaufblasende Isomatte aus. Sie haben ein kleines Packmass und sind leicht. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit der Tour von Vaude (85 €) gemacht. Seit einigen Jahren begleitet sie mich auf meinen Reisen. Mit einer Schlafsacklänge von 183 cm und einem Gewicht von 800g passt sie in nahezu jede Tasche. Ihre Stärke von 3,8 cm reicht vollkommen aus. Auf ihr hat man nicht das Gefühl zu schaukeln und auch wenn die Arme seitlich über den Rand hinaus liegen ist dies aufgrund der Höhe nicht unangenehm.

Für einen alleinigen Einsatz bietet sich auch die Vaude Norrsken an. Sie kommt gleich in drei Varianten daher und bietet für jede Körpergröße das richtige Maß. In der Large Version bietet die Norrsken größeren Personen, wie auch kleineren, die ihre Füße auf der Matte halten wollen, wenn sie auf dem Bauch schlafen, mit 198 cm bei einer Breite von 63cm ausreichend Platz. Für eine gute Isolation zum Boden hin sorgen 8 Primaloft befüllte Luftkammern in Längsrichtung bei einer Höhe von 5,5 cm. Damit der Schläfer nicht von der Matte rutschen soll sind die beiden Äußeren Luftkammer etwas dicker ausgeführt. Mit 800 Gramm Gewicht und einem Packmass von 30X15 cm bietet die Norrsken zusätzlich eine Komfortemperatur von -19 Grad. Ein Mehrwert, den der höhere Preis (65€) im Vergleich zur Tour rechtfertigt. Für 150€ erhält man eine solide, reisetaugliche Schlafunterlage mit Mehrwert.

 Lediglich wenn es kälter wird nutze ich zusätzlich eine feste Matte, wie die Relags Tibet. Mit einer Länge von 190cm und einer Breite von 60cm überragt diese die Tour. Ihre Dicke von 1,4 cm schafft zusätzliche Isolation gegen den Boden und gleichzeitig eine angenehme Weichheit am Boden. Ihre Isolation ist sehr gut. Mit einem Packmass von 60×20 cm übertrifft sie die Tour. Allerdings punktet sie mit ihrem geringen Gewicht von 500g.

Die Tibet ist aus Evazote Schaum hergestellt ist in ihrer Lebensdauer nahezu unverwüstlich und sehr sehr strapazierfähig. Aufgrund ihrer hohen Isolation soll sie auch als Wintermatte geeignet sein. Ich habe es bisher noch nicht ausprobiert.  Sie ist schwermetallfrei und wird mitsamt Packriemen geliefert. Lediglich für den dauerhaften Einsatz in der prallen Sonne ist sie nicht geeignet.

Wie jeder schlafen mag muss er selbst entscheiden. Ich bin dieser Kombination mehr als zufrieden. Zwei Relags Tibet nebeneinander decken den komplette Innenraum meines Zeltes ab und schaffen mit dem Sioux Schlafsack ein sehr angenehmes Wohnklima. In Kombination mit der Tour ideale Bedingungen um auch längerfristig an einem Ort zu verweilen.

2016-12-04T12:58:44+00:00 August 23rd, 2016|OUTDOOR|