Welcher Schlafsack zum Zelten für die Reise?

Welchen Schlafsack zum Zelten soll man für die Reise mit Rad, Motorrad oder zu Fuß kaufen?

Wie man sich bettet so liegt man bekanntlich. Und nach einem Tag draussen will ich gut schlafen und mich gut aufgehoben fühlen. Der Kauf eines Schlafsacks zum Zelten für die Reise scheint eine Wissenschaft für sich zu sein. Allerdings hilft es auch hier weiter sich selbst Klar zu sein wofür ich den Schlafsack brauche, also wo und unter welchen Umständen ich ihn einsetzen will. Zudem ist es hilfreich zu wissen wer, oder was ich bin. Mann oder Frau, wie auch Alter und physische Voraussetzungen zählen neben den Ausstattungsmerkmalen des Schlafsacks zum Zelten für die Reise zu den Einflussfaktoren bei der Wärmeleistung. Wer sein Haupteinsatzgebiet in Hüttenwanderungen sieht kann auf leichte Daunenschlfafsäcke zurückgreifen, insofern diese nach Nutzung auslüften können. Dennoch sollte er auf die Temperaturbereiche achten. Wer das nicht sicher beantworten kann, oder bei all jenen wo Nässe nicht ausgeschlossen werden kann sollte auf Kunstfaserfüllungen zurückgegriffen werden. Sie wärmen auch im feuchten Zustand. Auch die verschiedenen Schnitte von Schlafsäcken, ob Mumienschlafsack, Deckenform, etc. haben ebenso einen Einfluss auf das Wohlbefinden wie deren Kammerkonstruktion.

Einen guten Anhaltspunkt über den Einsatzbereich von Schlafsäcken gibt die EN 13537: 2012. Sie beschreibt einheitlich die Temperaturbereiche bei denen sich der Nutzer wohl fühlt.

Wie habe ich meinen Schlafsack gefunden?

Ich bin im glücklichen Besitz zweier Schlafsäcke. Beides „No Name Produkte“. Auf meiner letzten Tour durch Deutschland habe ich allerdings in meinem Sommerschlafsack mit kleinem Packmass nachts gefroren. Es waren zwar nur zwei Nächte und an diesen Tagen hatten wir zudem ein Sauwetter erlebt, aber auch das gehört zum Leben draussen. Lediglich den Faktor frieren wollte ich mir in Zukunft ersparen. Mein anderer Schlafsack, ein Kunstfaser-Schlafsack ist zwar bis in tiefe Minustemperaturen geeignet, allerdings ist er mir für den Transport per Rad, Motorrad oder gar zu Fuß zu sperrig. Zudem wollte ich gerne einen gleichwertigen Schlafsack zum Zelten für meine Lebensgefährtin haben.

Auf der Seite von Vaude wurde ich bei den Schlafsäcken fündig. Obwohl gerade der Schlafsack mit zum Wohlfühlerlebnis einer Reise beiträgt wollte ich kein großes Budget für den Schlafsack ausgeben. Da ich auf eine wasserfeste Unterseitewie bei der Arctic Reihe verzichten wollte  sprachen mich die Sioux Modelle von Vaude an. Vom Einsatzbereich her konnte ich noch zwischen den Modellen mit ihren unterschiedlichen Temperaturbereichen wählen. Zwischen Sioux 100 SYN und Sioux 1000 SYN liegen Welten. Im Einsatzbereich wie im Packmass.

Da ich mich wohl fühlen will und der Einsatz bei kälteren Temperaturen in unseren Regionen nicht ausgeschlossen ist sprach mich der Sioux 1000 SYN an. Mit einem Gewicht von 1700Gramm und einem Packmass zwischen min. 40 x 30 cm bis max. 50 x 30 cm kommt er auch auf Rad, Motorrad oder zu Fuß im Rucksack gut mit. Sein Einsatzbereich liegt im Komfortbereich bei 0 Grad Celsius, der Limitbereich ist bei – 6 Grad Celsius angegeben und der Extrembereich bei – 24 Grad Celsius.

Werte die im Sommer nicht in jeder Region erreicht werden, aber man kann die Reisverschlüsse ja öffnen und gerade in den Bergen kann es Nachts kalt werden. Ausserdem will ich ja möglicherweise auch nicht nur im Sommer und auch nicht nur in Deutschland unterwegs sein.  Zudem gefällt mir einfach dieses dark indian red!

Auf der anderen Seite sprachen mich auch die Daunenversionen Alpstein und Rotstein an. Der große Unterschied zwischen beiden liegt in der verwendeten Daune und der Art in welcher die Füllung angeordnet ist. Während die Rotstein Serie Entendaune verwendet findet bei den Alpstein Modellen Gänsedaune ihren Einsatz. Gänsedaune steht in einem Verhältnis von 100 / 90 zur Entendaune, was bedeutet das ein Schlafsack zum Zelten mit Gänsedaune bei gleichen Temperaturwerten weniger Füllung benötigt. Zudem ist die Entendaune etwas preiswerter. Während die Rotsteins mit einer H-Kammer Ausführung aufwarten bieten die Alpsteins einer V-Kammer Füllung. Letztere soll Kältebrücken noch effektiver verhindern.

Der Alpstein 800DWN hat bei einem Gewicht von 1450Gramm einen Einsatzbereich der zwischen -8 Grad Komfortbereich, -16 Grad Limit und -37 Grad im Extrembereich liegt und nur vom größeren Familienmitglied dem Alpstein 1200 DWN, mit-17 Grad Komfortbereich, -26 Grad Limit und -50 Grad im Extrembereich, bei einem Gewicht von 1850 Gramm übertroffen wird. Die Rotstein Familie endet mit dem Rotstein 950 DWN bei Temperaturwerten von -8Grad Komfortbereich, -16Grad Limit und -37Grad im Extrembereich und gleicht denen des Alpstein 800 DWN allerdings mit einem Mehrgeweicht von 100 Gramm (1550 Gramm) und schlägt derweil mit 150€ weniger zu Buche. Insgesamt bewegen sich diese Daunenschlafsäcke im höherpreisigen Segment, wobei der Alspstein 1200 DWN mit 800€ die obere Grenze bildet, gefolgt vom Alpstein 800 DWN mit 650€ und schlussendlich dem Rotstein 950 DWN mit 500€.

Leider lassen sich die Packmasse nicht verifiziert ausfindig machen. Zum Alpstein 800 DWN findet man Angaben die bei 40 X 25 cm, während der Alpstein 1200 DWN bei 45 X 30 und der Rotstein 950 DWN bei 45 x 25cm Packmass liegen soll.

In der Pflege sind Daunenschlafsäcke etwas intensiver. Sie sollten nach Möglichkeit stets gut auslüften können. Daunen sind in der Lage die menschlichen Ausdünstungen aufzunehmen und somit für ein angenehmes Schlafklima zu sorgen. Allerdings ist diese Aufnahmefähigkeit auch gleich der Nachteil. Werden Daunenschlafsäcke nass, sei es durch mangelnde Auslüftung oder Regen, wärmen sie im Gegensatz zur Kunstfaser nicht mehr.

Fazit:

Bisher alles reine Theorie. Wie sich der Sioux 1000 SYN in der Praxis bewährt und wie er sich im Verhältnis zu einem Daunenschlafsack verhält wird sich in Kürze zeigen. Dazu gibt es dann einen Praxisbericht. Zu einem Schlafsack zum Zelten für die Reise gehören meist auch ein Zelt und eine Isomatte. Meinen Weg zum Zelt habe ich bereits beschrieben, welche Isomatte ich nutze und wie die Entscheidung für meine Ausrüstung ausfällt erfahrt Ihr in weiteren Beiträgen.

2016-12-04T13:04:34+00:00 August 16th, 2016|OUTDOOR|